Dr. Jens Brandenburg

Berufsbildungsbericht 2019

Der heute vorgestellte Berufsbildungsbericht offenbart, dass die geplante BBiG-Novelle den 2,1 Millionen jungen Ungelernten nicht helfen wird. Jens Brandenburg, Sprecher für berufliche Bildung der FDP-Bundestagsfraktion, sagt dazu:

„Die steigende Zahl junger Ungelernter ist ein Alarmsignal. Viel zu lange hat die Bundesregierung die berufliche Bildung links liegen lassen. Den großen Ankündigungen der Ministerin ist bisher nichts Hilfreiches gefolgt. Die geplante BBiG-Novelle wird den 2,1 Millionen jungen Ungelernten nicht helfen. Frau Karliczek verschärft das Problem. Eine hohe Mindestausbildungsvergütung droht ausgerechnet die Ausbildungsplätze zu vernichten, die auch Menschen mit geringer Vorqualifikation eine Perspektive geben.

Bildungswege dürfen keine Sackgasse sein. Wir brauchen mehr Teil- und Nachqualifikationen, die jederzeit neue Chancen eröffnen. Nach Schweizer Vorbild sollen im Betriebsalltag erlernte Fähigkeiten als Teil einer Ausbildung anerkannt werden können, um ungelernten Arbeitern den Bildungsaufstieg zu erleichtern. Ein Midlife-BAföG soll auch Geringverdienern lebenslanges Lernen ermöglichen. Der Neuanfang darf nicht an finanziellen Mitteln scheitern. Stempeln wir junge Ungelernte nicht ab. Wir brauchen eine Kultur der zweiten Chance.“

Medienecho