Dr. Jens Brandenburg

Blutspendeverbot für Homo- und Bisexuelle abschaffen

Noch immer sind in Deutschland homo- und bisexuelle Männern von einer Blutspende ausgeschlossen. Dies diskriminiert Menschen pauschal aufgrund ihrer sexuellen Orientierung. Die Fraktion der Freien Demokraten im Deutschen Bundestag fordert deshalb in einem Antrag die Aufhebung dieses Verbots.

Jens Brandenburg, Sprecher für LSBTI der FDP-Bundestagsfraktion sagt: "Der Ausschluss homo- und bisexueller Männer von lebensrettenden Blutspenden ist völlig unverhältnismäßig. Wir wollen die pauschale Diskriminierung endlich beenden. Die Erlaubnis zur Blutspende darf nicht von der sexuellen oder geschlechtlichen Identität abhängen. Statt haltloser Vorurteile sollte das tatsächliche Risikoverhalten der Blutspendenden für die Bewertung des Infektionsrisikos entscheidend sein."

Katja Suding, stellvertrende Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion mein dazu: "Nur zwei bis drei Prozent der Deutschen spenden regelmäßig Blut. Blutkonserven in den Krankenhäusern sind knapp, Menschenleben stehen auf dem Spiel. Wir dürfen es uns nicht leisten, spendenbereite Menschen pauschal wegen ihrer geschlechtlichen oder sexuellen Identität von der Blutspende auszuschließen. Stattdessen müssen die besten Testverfahren angewendet werden, die uns der medizinische Fortschritt schon heute zur Verfügung stellt. Das ist unsere ethische Pflicht. Sicherheit und Gesundheitsschutz der potenziellen Blutempfänger hat dabei allerhöchste Priorität."

Prof. Dr. Andrew Ullmann, Obmann der FDP-Bundestagsfraktion im Gesundheitsausschuss, Universitätsprofessor und Infektiologe, fügt hinzu: "Blut ist bei allen rot. Risiken aber sind höchst individuell. Durch den diagnostischen Fortschritt können und sollten wir endlich darauf verzichten, vermeintliche Risikogruppen zu stigmatisieren."

Medienecho