Dr. Jens Brandenburg

Christian Lindner begeistert in Eppelheim mehr als 400 Menschen

Lebhafte Diskussionen beim Besuch des FDP-Chefs in Rhein-Neckar
Christian Lindner stellte sich den Fragen aus dem Publikum
Christian Lindner (Bildmitte) stellte sich den zahlreichen Fragen aus dem Publikum

Eppelheim. Über 400 interessierte Gäste begrüßte der Walldorfer FDP-Bundestagsabgeordnete Dr. Jens Brandenburg gestern in Eppelheim. Sie alle waren am vergangenen Dienstagnachmittag gekommen, um den FDP-Bundesvorsitzenden Christian Lindner live zu erleben. Der Liberalen-Chef Lindner freute sich sichtlich über die gute Resonanz. Oft werde er gefragt, wie er das nachlassende Interesse an der FDP verkrafte. Eine Beobachtung, die er mit Blick auf die volle Rudolf-Wild-Halle nicht teilen könne. „Sie alle sind die Zeugen dieses nachlassenden Interesses“, scherzte er zu Beginn seines Auftritt.

Auf Einladung Brandenburgs sprach Lindner fast zwei Stunden vor einem begeisterten Publikum über die Chancen von mehr Freiheit in Bildung und Wirtschaft. In einer lebhaften Ansprache rechnete er dabei auch mit der Regierungspolitik von Schwarz-Rot ab. Trotz schlechter werdender Konjunkturaussichten gebe die Koalition die Steuermittel mit vollen Händen aus. "Das ist die Methode Große Koalition. Mit Kamellen im Karneval kann man damit vielleicht populär werden, ein Land wie Deutschland auf Dauer aber so nicht regieren", kritisierte Lindner. Wichtig sei es jetzt, so der FDP-Chef, "in die Kaufkraft der Mensch zu investieren". Eine konkrete Forderung könne man direkt umsetzen, fügte er unter Beifall an: "Der Solidarzuschlag muss Ende nächsten Jahres Geschichte sein. Sonst werden die Freien Demokraten Klage beim Verfassungsgericht einreichen".

Ausführlich widmete sich Lindner den aktuellen Herausforderungen in der Bildungspolitik. Erklärtes Ziel der Freien Demokraten sei es, jedem jungen Menschen durch weltbeste Bildung Aufstiegschancen zu ermöglichen. Dafür müsse die Bundesregierung der beruflichen Bildung mehr Beachtung schenken. "Wenn wir es ernst meinen mit der Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Ausbildung, dann muss sich das auch bei der finanziellen Prioritätensetzung der Politik ablesen lassen", führte Lindner aus. Es könne kein sinnvolles gesellschaftliches Ziel sein, dass jeder ein Abitur und anschließend ein Hochschulstudium absolviere.

Viel Zeit nahm sich der 39-jährige Lindner im Anschluss an seinen Vortrag für zahlreiche Fragen aus dem Publikum. Mit einem Mikrofon ausgerüstet lief Lindner durch die vollen Reihen und beantwortete die Bürgeranliegen zu den Themen Rente, Bundeswehr, Fahrverbote, Energiepolitik und Wohnungsnot. Eloquent und auf Augenhöhe stelle sich Lindner dabei der Diskussion mit dem Publikum. Nach Ende der offiziellen Veranstaltung verbrachte Lindner noch rund eine halbe Stunde in der Eppelheimer Rudolf-Wild-Halle und stand für Selfies und Autogrammwünsche zur Verfügung.

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