Dr. Jens Brandenburg

Gesetzentwurf zum Verbot von Konversionstherapien

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat dem Kabinett heute einen längst überfälligen Gesetzentwurf zum Verbot von Konversionstherapien vorgelegt.

Jens Brandenburg, LSBTI-politischer Sprecher der Fraktion der Freien Demokraten im Deutschen Bundestag, kommentiert dies wie folgt: "Wir Freie Demokraten unterstützen das geplante Verbot von Konversionstherapien und freuen uns sehr über die Nachbesserungen am Referentenentwurf. Es ist gut, dass die menschenverachtenden Versuche nun auch an 16- und 17-Jährigen lückenlos verboten werden sollen. Die deutliche Kritik von Opposition und Verbänden hat offenbar gewirkt. Jugendliche müssen vor religiösen Fanatikern geschützt werden. Wer die gefährlichen Umpolungsverfahren an Minderjährigen durchführt, darf nicht straffrei davonkommen.

Konversionstherapien sind ein schwerer Eingriff in die persönliche Selbstbestimmung. Was keine Krankheit ist, kann man nicht heilen. Das einzig Kranke an Konversionstherapien ist die zwanghafte Vorstellung der Täter, Homosexualität könne oder solle behandelt werden. Die parlamentarische Beratung muss nun schnellstmöglich angestoßen werden, damit das Verbot noch im Frühjahr in Kraft treten kann."