Dr. Jens Brandenburg

Jens Brandenburg besucht die PackMann GmbH in Eppelheim

Im 1994 gegründeten Unternehmen PackMann GmbH besuchte der Walldorfer FDP-Bundestagsabgeordneter Dr. Jens Brandenburg den Geschäftsführern Frank Westermann und Volker Thorn, um sich über die Herausforderungen des Logistikunternehmens auszutauschen.

Das Unternehmen mit seinen 130 Mitarbeitern ist spezialisiert auf das Verpacken und Wiederverpacken von Produkten. Bei dem Rundgang durch das knapp 12.000qm² große Unternehmen konnte sich der Bildungspolitiker Brandenburg einen Eindruck von der Vielfältigkeit der Dienstleistung machen und einen Einblick in die qualitativ hochwertige Verarbeitung von Kundenaufträgen gewinnen. Zu den Kunden des Unternehmens gehören bekannte Markenartikler.

„Viele Aufträge erfordern eine hohe Flexibilität und kurze Reaktionszeit. Das gehört zu unseren Stärken“, berichtete Westermann dem Abgeordneten. Das Unternehmen lege Wert auf Nachhaltigkeit, was zum Beispiel durch eigene Marken „linio verda“ (Verpackung aus Graspapier) und die Nutzung von weiteren alternativen Rohstoffen umgesetzt werde. Erfreut zeigte sich Brandenburg vom sozialen Engagement des Unternehmens. Seit einigen Jahren arbeitet PackMann mit Behindertenwerkstätten zusammen. Zeitlich unkritische Aufträge werden immer wieder an diese abgegeben. So entstehe für beide Seiten ein Mehrwert, bestätigten die beiden Geschäftsführer.

Kritisch sieht Westermann die starre Grenze der Minijob-Regelung bei gleichzeitig steigendem Mindestlohn. Ein großer Teil der Mitarbeiter seien geringfügig Beschäftigte. Bis zum Jahr 2014 konnten sie ca. 70 Stunden pro Monat für 450 Euro arbeiten. Durch das Ansteigen des Mindestlohns seien es inzwischen nur noch ca. 48 Stunden. Somit hätten diese trotz steigendem Mindestlohn nicht mehr verdient, sondern lediglich weniger gearbeitet als zuvor. Dem Unternehmen fehlen gleichzeitig Arbeitsstunden, die sie aufgrund der aktuellen Arbeitsmarktlage nicht ersetzen können, fasste Westermann das Problem zusammen. „Eine Erhöhung der Lohngrenze für Minijobber ist dringend notwendig. Nur so profitieren auch sie von der Erhöhung des Mindestlohns“, forderten Westermann und Thorn.

,,Die Anhebung der Einkommensgrenze für Minijobs ist längst überfällig“, erklärte Brandenburg. Die FDP-Bundestagsfraktion hatte dazu bereits Ende 2018 einen Gesetzentwurf in den Deutschen Bundestag eingebracht. Dieser sah eine Dynamisierung der Verdienstgrenze beim 60-fachen Mindestlohn für geringfügig Beschäftigte vor. Dies wären aktuell 551 Euro im Monat. Eine parlamentarische Mehrheit hat der Antrag bisher nicht gefunden. „Die bisher starre Grenze ist absurd. Von höheren Löhnen sollen alle profitieren. Wir werden uns weiterhin für eine Dynamisierung der Einkommensgrenze einsetzen‘‘, versprach Brandenburg.