Dr. Jens Brandenburg

Jens Brandenburg zu Gast im Weinheimer Rathaus

Der FDP-Bundestagsabgeordnete Dr. Jens Brandenburg hat Oberbürgermeister Manuel Just in seinem Rathaus in Weinheim besucht und mit ihm über aktuelle Entwicklungen in der Stadt gesprochen. Seit 2017 vertritt er den Wahlkreis Rhein-Neckar in Berlin. Als Sprecher für Studium, berufliche Bildung und lebenslanges Lernen der FDP-Bundestagsfraktion und als Sprecher für LSBTI setzt sich der 33-jährige Walldorfer für bessere Aufstiegschancen, zeitgemäße Lernbedingungen und eine vielfältige Lebenswirklichkeit ein.

Im Mittelpunkt des Gesprächs zwischen den beiden Politikern standen die Bildungspolitik und die Schullandschaft in Weinheim. Just berichtete dem Walldorfer Bildungspolitiker Brandenburg von der Zusammenlegung der Albert-Schweitzer-Schule und der Johann-Sebastian-Bach-Schule zum Schulzentrum Weststadt. Das Projekt ist die größte Bauinvestition in der Geschichte der Stadt Weinheim. „Die steigenden Preise im Baugewerbe haben zu einer erheblichen Kostensteigerung geführt, daher mussten wir bereits eine Budgeterhöhung vornehmen“, berichtete Just. Dennoch hält der Oberbürgermeister den Bau des neuen Schulzentrums mit seinem inklusiven Konzept für die richtige Entscheidung.

Den Anschluss der Schulen an Glasfasernetz bezeichnete er als weiterhin problematisch. Bisher sei noch kein Geld aus dem Digitalpakt geflossen, da die Anträge erst zum 01.10.2019 gestellt werden konnten. Zumindest sei inzwischen klar, dass die Stadt circa 1,7 Millionen Euro aus diesem erhalten werde. Eingegangen sei immerhin schon die Digitalisierungspauschale des Landes in Höhe von 225.000 Euro. „Dies ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, wird aber bei Weitem nicht ausreichen“, betonte Just.

Beide waren sich einige, dass mehr in die Schulen investiert werden müsse. „Deutschland investiert viel zu wenig in die Bildung. So werden wir den Wettbewerb um die schlausten Köpfe und die innovativsten Ideen nicht gewinnen“, gab Brandenburg zu bedenken. Daher fordere die FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag, die Schulen auch nach dem Ende des Digitalpakts bei der Digitalisierung zu unterstützen. „Wir brauchen eine Digitalpakt Schule 2.0, der die Schulen auch bei dauerhaften Kosten wie Wartung, Reparaturen oder der Lehreraus- und weiterbildung weiter unterstützt. Dafür werden wir uns einsetzen“, versprach Brandenburg zum Abschluss des Gesprächs dem Oberbürgermeister.