Dr. Jens Brandenburg

Konversionstherapien schnellstmöglich verbieten!

Auf eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion antwortete das Bundesministerium für Gesundheit am 24. Oktober 2019, dass noch kein abgestimmter Gesetzentwurf zum Verbot von Konversionstherapien vorliege. Kurz vor Veröffentlichung dieser Antwort legt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn heute einen Referentenentwurf für ein solches Gesetz vor. Ursprünglich war dieser noch vor der Sommerpause angekündigt.

Zum nun vorliegenden Gesetzentwurf sagt Jens Brandenburg, der LSBTI-politische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion:

„Auf Druck der FDP-Bundestagsfraktion wird die Regierung nun endlich aktiv. Nach einer Ankündigung für vergangenen Sommer vertröstete Jens Spahn die Öffentlichkeit zunächst auf das Jahresende. Der versprochene Zeitplan lässt sich jetzt schon nicht mehr halten. Jens Spahn muss die parlamentarischen Beratungen nun schnellstmöglich anstoßen. Die menschenverachtenden Konversionstherapien müssen noch Anfang 2020 verboten werden. Ein Verbot zum Jahreswechsel ist wohl leider jetzt schon nicht mehr zu schaffen. Konversionsverfahren sind ein schwerer Eingriff in die persönliche Selbstbestimmung. Was keine Krankheit ist, kann man nicht heilen.

Erfreulich ist, dass mit dem Schutz der geschlechtlichen Identität ein wichtiger Hinweis der Fachkommission aufgenommen wurde. Warum Jens Spahn Konversionstherapien an 16- und 17-Jährigen dann doch teilweise erlauben will, ist unbegreiflich. In dieser Entwicklungsphase müssen Jugendliche vor religiösen Fanatikern besonders geschützt werden. Wer die gefährlichen Umpolungstherapien an Minderjährigen durchführt, darf nicht straffrei davonkommen.“

Medienecho