Dr. Jens Brandenburg

Mehrelternschaft im Abstammungsrecht festschreiben

In der Debatte um eine Änderung des Abstammungsrechts setzt sich die FDP für die rechtliche Fixierung der Mehrelternschaft ein. Dies würde Familien helfen, in der mehr als zwei Elternteile Verantwortung für die Kinder übernehmen wollen, wie dies in Stief- und Patchworkfamilien häufig gelebt wird. Die geplante Reform der Großen Koalition sieht eine solche Änderung allerdings nicht vor.

Jens Brandenburg, Sprecher für die Recht von LSBTI der FDP-Bundestagsfraktion, sagt dazu: „Es gibt immer mehr Familien, in denen eben nicht nur ein oder zwei Elternteile für die Erziehung zuständig sind, sondern beispielsweise in Regenbogenfamilien, wo sich ein schwules Paar mit einem lesbischen Paar zusammentut, um gemeinsam Kinder zu erziehen. Da gibt es faktisch mehrere Eltern und das ist rechtlich bisher überhaupt nicht anerkannt."

In der Praxis, so Brandenburg, beobachte man häufig, dass die gegenwärtige Situation gerade bei Kindern oft zu Unsicherheiten führt, da Zuständigkeiten und Absicherungen unklar oft seien: "Da schafft eigentlich die aktuelle Rechtslage mehr Probleme als dass sie Probleme löst.“

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