Dr. Jens Brandenburg

Sommerarbeitslosigkeit von Lehrkräften nach wie vor hoch

In Deutschland waren im Jahr 2018 6000 Lehrerinnen und Lehrer über die Sommerferien arbeitslos. Vom allen Ländern hatte Baden-Württemberg mit 1850 arbeitslosen Lehrkräften den höchsten Wert. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag hervor.

Jens Brandenburg, selbst Baden-Württemberger und Sprecher für Studium, berufliche Bildung und lebenslanges Lernen der Fraktion der Freien Demokraten, sagt dazu: „Bei der Sommerarbeitslosigkeit von Lehrkräften liegt Baden-Württemberg an der traurigen Spitze. Die unsägliche Praxis, befristet angestellte Lehrer über die Ferien in die Arbeitslosigkeit zu schicken, gehört sofort abgestellt. Das belastet nicht nur betroffene Lehrkräfte und ihre Familien, sondern auch die Beitragszahler. Jahr für Jahr wälzen die Länder Kosten von 10 bis 20 Millionen Euro auf die Arbeitslosenversicherung ab. Die Bundesregierung darf dieser Praxis nicht länger tatenlos zusehen. Frau Eisenmann braucht eine klare Ansage, dass sie ihre Lehrerinnen und Lehrer künftig selbst bezahlen muss. Kein privates Unternehmen dürfte sich solche Tricks erlauben. Statt systematischer Arbeitslosigkeit brauchen junge Lehrerinnen und Lehrer klare Entwicklungsperspektiven und Weiterbildungsmöglichkeiten.“

 

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